Dialogmarketing erobert Platz 1

Keine Werbeform ist den deutschen Unternehmen so viel wert wie der direkte Kundenkontakt, ergab eine Studie der Deutschen Post.

Demnach investierten die deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr rund 27,3 Milliarden Euro in den direkten Kundendialog. Besonders beliebt: Der persönlich adressierte Werbebrief, mit einer Gesamtsumme von 8,6 Milliarden Euro das stärkste Einzelmedium. Bei den Nutzerzahlen hatte das Dialogmarketing schon länger die Nase vorn – sowohl bei den Unternehmen, von denen 80 Prozent auf den direkten Kundenkontakt setzen (Klassikmedien:
69 Prozent; Medien mit Dialogelementen: 30 Prozent), als auch bei den umworbenen Konsumenten. Nun hat sich das Dialogmarketing auch beim Finanzvolumen an die Spitze gesetzt – vor den Klassikmedien mit 27,1 Milliarden Euro und den Medien mit Dialogelementen, etwa Kundenzeitschriften oder PoS (19,8 Milliarden Euro). Insgesamt setzte der Werbemarkt im Jahr 2014 rund 74,2 Milliarden Euro um.

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsätze damit um 1,8 Prozent. Seine neue Spitzenposition verdankt das Dialogmarketing seinem moderaten Umsatzrückgang von 0,9 Prozent – die „Konkurrenten“ Klassikmedien (minus 1,6 Prozent) und Medien mit Dialogelementen (minus 

3,4 Prozent) verloren deutlich mehr. Auch Online Marketing schwächelt, deutliche Zuwachsraten verzeichnet die Studie lediglich bei Social Media (plus 10 Prozent) und Mobile Display Advertising (plus 14 Prozent).

Thomas Hauck, Executive Vice President der Deutschen Post, sagt: „Die Ergebnisse des DMM 2015 bestätigen die wichtige Rolle des Werbebriefs im Mediamix von werbetreibenden Unternehmen. Der volladressierte Werbebrief bleibt das umsatzstärkste Dialogmarketingmedium. Auch in Zukunft können digitale Medien den Werbebrief nicht substituieren, denn sein zentrales USP ist die starke Impulswirkung. Grund hierfür ist die Haptik, die für die nachhaltige emotionale Ansprache eine ganz zentrale Rolle spielt. Viele Unternehmen nutzen deshalb Werbebriefe für ihren Kundendialog.“

Die Studie der Deutschen Post, die auf der CO-REACH 2015 vorgestellt worden war, zeigt darüber hinaus, dass bei den Werbenden noch einiges an Optimierungspotenzial schlummert. So misst bislang gerade einmal jedes zweite Unternehmen, das Werbebriefe versendet, den Erfolg der Aktion – bei Onlinemaßnahmen ist es sogar nur jedes dritte. Nachholbedarf gibt es auch beim Cross-Media: Nur jedes sechste Unternehmen erhöht die Werbewirkung, indem es verschiedene Kanäle miteinander verknüpft.

Für die Studie „Dialog Marketing Monitor 2015“ der Deutschen Post wurden über 2.700 Marketingentscheider deutscher Unternehmen vom Meinungsforschungsinstitut TMS befragt.

Die gesamte Studie kann man hier herunterladen.

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