Werden Sie nicht blass im Sommer!

Unserer Haut beschert die Sommersonne eine kräftige Farbe: Knackiges Braun oder ungewolltes Rot. Plakaten dagegen droht das Gegenteil. Ohne fachgerechte Ausführung werden die Farben „blass“.

Ein prickelnd perlendes Bier. Das leuchtende Gefieder eines Vogels. Das saftige Grün von Wiesen und Bäumen. Die Motive auf Plakaten locken unseren Blick mit ihren satten, leuchtenden Farben. Doch scheint im Sommer erst einmal die Sonne wochenlang darauf, verlieren viele Plakate ihren Glanz. Das tiefe Rot eines Weines schimmert dann in zartem Rosa, die gelbe Sonnenblume scheint traurig trocken, die Orange leicht bräunlich.

Schuld daran ist die „Lichtechtheit“. Darunter versteht man die Fähigkeit, auch bei der zersetzenden UV-Stahlung der Sonne die Farbintensität zu behalten – oder eben nicht. Welche Farbe wie lange ihren Originalton unter ständiger Bestrahlung beibehält, wird mit der sogenannten Wollskala gemessen. Sie gibt an, wann eine deutliche Veränderung sichtbar wird. Stufe 1 bedeutet eine sehr geringe Lichtechtheit, die weniger als fünf Tage anhält. Bei Stufe 8 hingegen („hervorragende Lichtechtheit“) strahlen die Farben selbst nach eineinhalb Jahren noch wie am ersten Tag. Der Grund liegt in der jeweiligen Molekularstruktur der Farben, die sich unter Lichteinfluss unterschiedlich ändert. Gelb besitzt in der Regel eine Lichtechtheit von WS 5, Rubinrot von WS 7 und Schwarz von WS 8. Bei Mischungen gibt die Farbe mit der geringeren Lichtechtheit den Ausschlag.

Doch nicht nur auf Plakaten, auch bei Katalogen und Zeitschriften droht Gefahr. Vor allem dann, wenn sie nach dem Druck lackiert oder in Cellophan eingeschweißt werden. Denn in Lacken und Klebstoffen lauern Inhaltsstoffe, die das Farbbild massiv beeinträchtigen können. 

Für ein perfektes Druckbild ist es also unbedingt erforderlich, die weitere Verwendung im Blick zu haben. Wo und wie lange soll ein Plakat aufgehängt werden? Welchen zusätzlichen Einflüssen wie Regen, Luftverschmutzung u. Ä. ist das Plakat ausgesetzt? Welche Lackierungen und Verpackungen sind vorgesehen? Mit diesen Informationen wählen wir für Sie die optimalen Druckfarben aus, die allen Gefahren trotzen. Damit Rot rot bleibt und Rosa rosa. Ohne „Sonnenstich“.

Wie Sie Ihre Printprodukte außer mit leuchtenden Farben eindrucksvoll in Szene setzen können, zeigen wir Ihnen hier.