WISSENSARCHIV

Wissensarchiv – Farbe für Ihr Wissen

Wie jeder Berufsstand jonglieren auch Drucker mit allerlei Fachbegriffen. Dabei übersehen sie dann und wann, dass nicht jeder ein Fachmann ist. Für alle, die sich mit dem Vokabular eines Druckers vertraut machen wollen, erklären wir die wichtigsten Begriffe und Verfahren. Dazu gibt es weiteres Wissenswertes rund um das bedruckte Papier und praktische Helfer wie eine Druckformat-Tabelle oder einen Papiervolumen-Rechner.

So finden Sie ans Ziel.

Für Ihre ganz persönliche Entdeckungs- und Stöbertour finden Sie alle Einträge unten chronologisch aufgelistet. Sie suchen nach einem ganz bestimmten Begriff oder Eintrag? Dann klicken Sie rechts auf die jeweilige Kategorie und erhalten Sie eine Auswahl mit allen Einträgen, die zu dieser Kategorie gehören.

Hintergrund: Vierfarbdruck

Wie entstehen die vielen bunten Bilder aus nur vier Grundfarben?
Man hat herausgefunden, dass man mit nur drei Farben (Cyan, Magenta und Yellow) den größten Teil des Farbraums, den wir wahrnehmen, darstellen kann. Um Schwarz ohne Farbstich darstellen zu können, wird als vierte Farbe Schwarz mitgedruckt. Daher spricht man beim 4-Farbdruck von CMYK.
C = Cyan (Blauton)
M = Magenta (Rotton)
Y = Yellow (Gelbton)
K = Black (Schwarz, Buchstabe K= Key (Schlüsselfarbe)).

In der Druckvorstufe werden nun digitale Farbbilder während der Bebilderung auf die Druckplatte durch Zuhilfenahme eines RIPs (Raster Image Processors) für den Skalendruck (4-Farbdruck) aufbereitet. Dies geschieht im Allgemeinen durch die Umrechnung von Vektorgrafiken (Zeichnungen, Logos, Schriften) sowie Halbtonbilder in Rastergrafiken.

Ein Beispiel dafür: Der Farbton HKS 64 N (Grasgrün) besteht aus einem 65%-Anteil Cyan sowie einem 80%-Anteil Yellow. Beim„Rippen“ werden diese Rasterpunkte (kleine, vom Auge nur aus der Nähe erkennbare Punkte) auf die Druckplatte produziert. Im späteren Zusammendruck erwecken die zusammengedruckten Farben den Eindruck dieses grasgrünen Farbtons.

Zum Druck von Farbtönen, die im 4-Farbdruck nicht getroffen werden können, verwendet man so genannte Sonderfarben, wie z.B. HKS oder Pantone.

Hintergrund: Trocknungsverfahren

Der Begriff„Trocknung“ umfasst alle Vorgänge, die nach der Farbübertragung, z. B. vom Gummituch bzw. der Druckform auf den Bedruckstoff, stattfinden und zu einer stabilen Verbindung zwischen Bedruckstoff und Druckfarbe führen. Die Druckfarbe geht dabei in den festen Zustand über. Das ist eine notwendige Vorbedingung für eine sichere Weiterverarbeitung und Nutzung der Druckprodukte.

Je nach Aufbau der Druckfarbe kann die Trocknung durch chemische Reaktion, physikalische Vorgänge oder die Kombination beider erfolgen. Koopmanndruck setzt UV-Trocknung ein, die zu der Kategorie der„chemischen Reaktion“ gehört. Die UV-Trocknung von Druckfarben und Lacken vollzieht sich auf der Basis von speziellen Bindemitteln. Es findet ein chemischer Prozess statt, der zur Verbindung von gleichartigen Molekülen führt. Dies hat zur Folge, dass der Druckfilm innerhalb von Sekundenbruchteilen in einen festen Zustand übergeht und anschließend absolut trocken ist.

Der Hauptvorteil für Sie im Gegensatz zu anderen Verfahren ist die sehr schnelle Endtrocknung und die damit verbundende ...
... Stapel- und Wischfestigkeit => kein Ablegen von Druckfarbe (!)
... Möglichkeit der sofortigen Weiterverarbeitung
... garantierte Hitzebeständigkeit für den Laserdruck

Quelle: Handbuch der Printmedien

Hintergrund: Perforation

Perforieren im Druckbereich ist das Stanzen von hintereinander in einer Linie liegenden Löchern oder Schlitzen in Papier und Karton. Die Größe der Löcher oder Schlitze und auch ihr Abstand bzw. das Verhältnis zwischen Loch/Schlitz und Steg können dabei unterschiedlich sein. Perforationen werden durchgeführt, um dadurch in erster Linie Bogen- oder Blattteile leicht abtrennen zu können.

Hauptanwendungsgebiete sind überwiegend im Directmail und Endlos: Überweisungsträger, Antwortkarten, Coupons, Bestellscheine, u.v.m.

So vielseitig die Perforationen bei Druckerzeugnissen in der Praxis anzutreffen sind, so differenziert sind auch die Techniken des Perforierens. Man unterscheidet hierbei zwischen Loch-, Schlitz-, Strich- und Stanzperforation. Bei Koopmanndruck wird die Schlitz- und Stanzperforation mittels Zylinder oder Stanzblech eingesetzt.

Das Schnitt-/Steg-Verhältnis bei der Perforation ist das A und O. Denn je nach Weiterverarbeitung, Produkt und Kundenwunsch kann man z. B. von einer Microperforation im Verhältnis 0,3:0,25 bis hin zu einer Perforation im Verhältnis 4:1 und höher wählen.

Welche Perforation zu Ihnen und Ihrem Druckprodukt passt, beantwortet Ihnen gerne unser Vertriebsteam unter der Rufnummer: (0421) 56 905-0.

Quelle: www.f-mp.de

Hintergrund: HKS-Farbsystem

HKS ist ein Farbsystem, welches von Druckfarben-Herstellern entwickelt worden ist. In Deutschland ist es das meistverwendete Farbsystem, da es übersichtlich und leicht nachvollziehbar ist. Es gibt hier Farben für alle gängigen Druckverfahren und es besteht aus einer überschaubaren Anzahl von Farbtönen.

Die Farbtöne werden in Farbfächern auf vier verschiedenen Papieren dargestellt, um die jeweilige Wirkung der Farbe besser einschätzen zu können.

Folgende Bezeichnungen für die Papiere gibt es:
K = Kunstdruckpapier (gestrichen)
N = Naturpapier
Z = Zeitungsdruckpapier
E = Endlosdruckpapier

Zu einem anderen, umfangreicheren Farbsystem gehören die Pantone-Farben. Das Pantone-Farbsystem für Volltonfarben enthält über 3000 verschiedene Farben. Diese lassen sich durch den 4-Farb-Druck allerdings längst nicht alle reproduzieren.

Hintergrund: UV-Farbe

Wie schön ist es zum Frühstück die frischgedruckte Tageszeitung oder eine Zeitschrift in den Händen zu halten! Wie trist und langweilig wäre die Innenstadt ohne Werbepylonen- und Litfasssäulenwerbung? Wir können uns seit Langem schon kein Leben mehr ohne Printprodukte vorstellen. Daher ist es uns wichtig, eine weitere wichtige Komponente im Druckprozess näher unter die Lupe zu nehmen: die Druckfarbe.

Im Hause Koopmanndruck kommen ausschließlich Druckfarben zum Einsatz, die unseren gehobenen Qualitätsstandards genauestens entsprechen und den technischen Anforderungen genügen. Eine der vielen Anforderungen ist eine schnelltrocknende Druckfarbe. Unsere Lösung heißt in diesem Fall „UV“.

UV-Farben trocknen nur unter Einfluss von UV-Licht. Neben Pigmenten und Bindemitteln besteht die Farbe aus Photoinitiatoren, die unter Einfluss von UV-Licht den chemischen Prozess in Gang setzen. Diese chemische Reaktion, sprich die Trocknung, findet in Zehntelsekunden statt.

Die Vorteile der Verwendung von UV-Farbe liegen auf der Hand: Die UV-Farben trocknen nicht im Druckwerk oder auf den Walzen ein. Daraus resultieren kürzere Wechselzeiten und ein stabiler Druckprozess. Durch die UV-Trocknung im Anschluss an den Druck kann das Druckprodukt sofort in die Weiterverarbeitung gehen.

Hintergrund: Interferenz

Bereits im 18. Jahrhundert wurden diese Art der Perlglanzpigmente in der Pigmentindustrie erwähnt. Bis zum Ende der 1950er-Jahre war die Herstellung von Perlglanzpigmenten (Interferenz) eine sehr kostspielige Sache. Der Durchbruch der Interferenz mit universellen Einsatzmöglichkeiten fand in den 1960er-Jahren durch die synthetische Herstellung statt.

Die Interferenz gehört zu der übergeordneten Gruppe der Iriodin®-Effektpigmente. Sie ahmt die natürlichen Effekte der Perle auf eine einfache Weise nach. Denn hinter dem attraktiven Schimmer der Interferenz steckt das einfach Phänomen der Lichtbrechung. Lichtbrechung heißt, dass weißes Licht in seine Bestandteile, die Farben des Regenbogens, zerlegt wird. Der changierende Farbeffekt ist in den Farben Gold, Rot, Blau, Lila, Kupfer und Grün möglich. Die unterschiedlichen Größen der Pigmente kann die o.g. Farbtonauswahl noch erweitern.

Das Potenzial an Einsatzmöglichkeiten in der Druckindustrie ist groß. Die Pigmente können auf das gestrichene Papier vor oder nach dem Druck über das Flexowerk aufgebracht werden. Somit ergibt sich eine vielfältige optische Veredelung. Auch der Einsatz von Interferenz im Sicherheitsbereich, wie auf Gutscheinen, Wertschecks oder -marken, ist möglich.

Für die optimale Wirkung der Perlglanzpigmente ist auch das richtige Motiv entscheidend. Daher unsere Emfehlung: Sprechen Sie uns bereits in der Planungsphase der Entwicklung Ihrer Drucksachen an.

(Quelle Merck KGaA)

Hintergrund: Der Prozessstandard Offsetdruck ISO 12647-2

Die Verbände Druck und Medien in Deutschland haben eine neutrale Zertifizierung nach dem aktuellen Branchenstandard Prozessstandard Offsetdruck (ISO 12647-2) entwickelt.

In diesem wird die Qualität auf der Grundlage von messtechnischen und visuellen Prozeduren festgelegt und kontrolliert. Damit ist man in der Lage, die Qualität bei der Herstellung von Printprodukten unabhängig und neutral zu dokumentieren. Der gesamte Produktionsweg ist vom Dateneingang über die digitalen Verarbeitungswege bis hin zum Druck qualitativ gesichert. Dies wird durch die Einführung von Standards erreicht, die eine messbare und vor allem reproduzierbare Produktionsweise schaffen.

Die Folge: Jeder einzelne Schritt ist qualitativ messbar – die Qualität wird durchgängig gesichert. Diese Gesamtlösung nennt sich Prozessstandard Offsetdruck, kurz PSO.

Alles rund um das Thema PSO von den Verbänden der deutschen Druck- und Medienindustrie und der Fogra finden Sie hier. (http://www.pso-insider.de)