WISSENSARCHIV

Wissensarchiv – Farbe für Ihr Wissen

Wie jeder Berufsstand jonglieren auch Drucker mit allerlei Fachbegriffen. Dabei übersehen sie dann und wann, dass nicht jeder ein Fachmann ist. Für alle, die sich mit dem Vokabular eines Druckers vertraut machen wollen, erklären wir die wichtigsten Begriffe und Verfahren. Dazu gibt es weiteres Wissenswertes rund um das bedruckte Papier und praktische Helfer wie eine Druckformat-Tabelle oder einen Papiervolumen-Rechner.

So finden Sie ans Ziel.

Für Ihre ganz persönliche Entdeckungs- und Stöbertour finden Sie alle Einträge unten chronologisch aufgelistet. Sie suchen nach einem ganz bestimmten Begriff oder Eintrag? Dann klicken Sie rechts auf die jeweilige Kategorie und erhalten Sie eine Auswahl mit allen Einträgen, die zu dieser Kategorie gehören.

Werkzeuge: So berechnen Sie das Gewicht Ihrer Drucksache

Quadratmeter-Gewicht-Berechnung*

 g/qm

Einzelgewicht-Berechnung*

 g

Gesamtgewicht von Drucksachen**

 g
 kg
 t

 

 

* Bitte geben Sie bei der Höhe und Breite immer das offene Format an.
** Das Verpackungsmaterial ist hierbei nicht berücksichtigt.

Werkzeuge: Zollmaße in Millimetern

Warum zöllig und nicht metrisch?

Die Maßeinheit Zoll ist auf den Formulardruck zurückzuführen (unter Formulardruck versteht man ganz allgemein den Druck von Geschäftspapieren, angefangen vom Tabellierpapier bis zum anspruchsvollen, personalisierten, mehrfarbigen Werbebrief).

Der einfache Zeilenabstand aller Schreibmaschinen und Computerdrucker beträgt 1/6 Zoll. Daraus ergab sich, dass alle Formularformate in Zoll angegeben werden. Selbst DIN-Formate werden als angenäherte Zollformate gedruckt.

Um Ihnen ein Gefühl für diese Maßeinheit zu geben, haben wir nachfolgend die wichtigsten Druckformate von Koopmanndruck in Zoll und Millimeter in einem PDF zusammengestellt:

Druckformate

Quelle: Helmut Kipphan, Handbuch der Printmedien, Springer 2000

Werkzeuge: So erkennen Sie die Laufrichtung des Papiers

Im grafischen Gewerbe beschreibt die Laufrichtung im Rahmen der industriellen Papierherstellung die Anordnung der Zellstofffasern im fertigen Produkt. Die Fasern schwimmen während der Papierherstellung frei und ordnen sich parallel zur Produktionsrichtung der Papierbahn ein. Die Laufrichtung spielt im Druck und in der Weiterverarbeitung wie Falzen, Rillen, etc. eine wesentliche Rolle, da sich das Papier im fertigen Zustand z. B. in der Faserrichtung leichter biegen lässt als gegen die Faserrichtung. Zudem hat Papier auch immer eine Dehnrichtung. Diese ist dementsprechend senkrecht zur Laufrichtung.

Nachfolgend stellen wir Ihnen unterschiedliche Methoden zur Feststellung der Laufrichtung vor:

Biege-/Streifenprobe

Man schneidet zwei gleich große Streifen (ca. 15x150mm) einmal längs und einmal quer aus dem Papier. Fasst man nur die Enden der Streifen, biegen sie sich unterschiedlich weit durch.
Regel: Der Streifen aus der Laufrichtung des Papiers biegt sich am wenigsten durch.

Feuchtprobe

Das Papier wird von einer Seite befeuchtet. Dadurch wölbt es sich.
Regel: Die Laufrichtung verläuft parallel zur entstandenen Achse.

Nagelprobe

Man fährt mit den Fingernägeln am Rand des Papiers sowohl längs als auch quer entlang. Der Papierrand kräuselt sich unterschiedlich stark.
Regel: An der Laufrichtungsseite kräuselt sich der Rand weniger stark.

Reißprobe

Das Papier wird einmal in Längsrichtung und einmal in Querrichtung eingerissen. Dabei ist ein Riss glatt und gerade, einer ausgefranzt und krumm.
Regel: Die Laufrichtung liegt parallel zum glatten Riss.

Werkzeuge: So berechnen Sie das Papiervolumen

Unter Volumen versteht man den Rauminhalt eines Körpers. Das Volumen eines Papiers zeigt das Verhältnis seiner Dicke zu seinem Gewicht in g/m2.Bei normal gearbeitetem Papier mit normaler Glätte spricht man hinsichtlich seines Rauminhaltes von einfachem Volumen oder 1/1 Volumen. Bei gleichem Quadratmetergewicht ist ein Papier umso griffiger, je voluminöser es ist.

Formel:

Papiervolumen:
Papierdicke in mm x 1000
Gewicht in g/m2
Papierdicke in mm:
Papiervolumen x Gewicht in g/m2
1000
Gewicht in g/m2:
Papierdicke in mm x 1000
Papiervolumen
Beispielaufgabe: 
0,100 mm x 1000
100 g/m2
= 1 Volumen
1 Volumen 100 g/m2
1000
= 0,100 mm Dicke
0,100 mm x 1000
1 Volumen
= 100 g/m2